Info und Festivalbüro:

Fotogalerie Lichtbild

Herderstr. 22

65185 Wiesbaden

Tel: 0611 300429

Konzept und Geschichte

Zielsetzung und Charakter der Wiesbadener Fototage

Ziel der Wiesbadener Fototage ist es die Fotografie stärker in das Licht der Öffentlichkeit zu bringen und durch die Präsentation von professionellen, hochwertigen Fotoarbeiten unter einem Themenschwerpunkt die künstlerische Beschäftigung mit dem Medium darzustellen.

 

Jenseits der allgegenwärtigen Bilderfluten und der kommerziellen Verwertung
des fotografischen Bildes bieten die Wiesbadener Fototage einen Raum, in dem individuelle, kontroverse und spannungsreiche fotografische Konzepte ihren Platz finden. Dadurch sollen Auseinandersetzungen mit künstlerischen Positionen in Gang gesetzt werden. Die Auswahlkriterien für die Beiträge gründen sich auf die Ursprünglichkeit der Fotografie und ihren immanenten Sichtweisen sowie Entstehungsbedingungen, die weniger vom Markt bestimmt werden, sondern von der Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen des Mediums und seinen ästhetischen Möglichkeiten.
 
Die Wiesbadener Fototage suchen den intensiven Kontakt mit dem Publikum und wollen den Zugang zum Medium Fotografie so direkt wie nur möglich gestalten (ohne Eintrittsgelder). Ziel ist es nicht nur das Fachpublikum und Kunstinteressierte zu erreichen, sondern auch die jüngere Generation. Wir verstehen uns deshalb auch nicht als eine Gruppe von Galeristen, die ihre Verkaufsstrategien optimieren wollen, sondern als Festival und Diskussionsforum mit nahem Kontakt zu den Künstlern und ihren Arbeiten. Deshalb sind die Anwesenheit von Ansprechpartnern, Fotografengesprächen und Führungen genauso wichtig wie die Begleitung der Ausstellungen durch einen Katalog.


Die Veranstaltungsorte

An den Wiesbadener Fototagen beteiligen sich zahlreiche Galerien und öffentliche Instutionen. Die Exponate finden Platz in Räumen mit dem unterschiedlichsten Ambiente. Zentrum der Veranstaltungen ist das Wiesbadener Dichterviertel, inzwischen hat sich das Festival über auf das Stadtgebiet ausgedehnt und die Ausstellungsräume befinden sich entlang der Buslinie 1, die durch das gesamte Stadtgebiet führt.

Geschichte der Wiesbadener Fototage

Die Wiesbadener Fototage sind ein Festival für Fotografie, das sich seit der Auftaktveranstaltung vor dreizehn Jahren in einem sehr dynamischen Entwicklungsprozess befindet. Im Jahr 2002 haben zwei benachbarte Galerien, Galerie Lichtbild und Galerie Pokusa, mit dem Thema "Experimentelle Fotografie" den Grundstein für eine Kunstmeile rund um die Herderstraße in Wiesbaden gelegt. Am Eröffnungsfest und Symposium haben damals an einem Tag ca. 400 kunstinteressierte Besucher teilgenommen. Wir sind mit der Fotokunst auch "auf die Straße" gegangen – mit Stellwänden wurden zusätzliche Ausstellungsflächen unter freiem Himmel geschaffen. Im Jahr 2003 waren es vier Galerien in dem Viertel, die "Polnische Fotografie" und die Ergebnisse eines deutsch-polnischen Fotoworkshops
(Riesengebirge/Polen, Juli 2003) einem noch breiteren Publikum präsentiert haben.
Das Jahr 2004 wurde von einer "Begegnung mit Afrika" geprägt. Dabei haben die Wiesbadener Fototage für ihre Idee weitere wichtige Ausstellungsorte (insgesamt sieben Galerien, u. A. das Wiesbadener frauen museum) hinzu gewonnen.
Die Schirmherrschaft übernahm Entwicklungsministerin Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul. Neben Symposium, Diabildbeiträgen und Gruppenführungen wurden zum ersten Mal zwei Filme im Schloss Biebrich präsentiert.
Inzwischen haben auch die ersten Schulklassen bereits an Führungen durch die Ausstellung teilgenommen.

Im Jahr 2005 konnten 21 ausländische und 17 deutsche Fotografen und Fotografinnen ihre Ansichten zum Thema „Deutschlandbilder“ fotografisch darstellen. Den Ausstellungsschwerpunkt in diesem Jahr bildete das Landesmuseum Wiesbaden. Daneben wurden in weiteren neun Galerien Deutschlandbilder präsentiert. Ein ausführliches Rahmenprogramm
u. a. mit entsprechenden Filmen im Kommunalen Kino Caligari war außerdem Bestandteil der Fototage 2005.

2007 fanden die Wiesbadener Fototage unter dem Motto EGO - fotografische Positionen zum Ich statt.
Gezeigt wurden siebzig fotografische Beiträge, die neue Fotografien von Menschen und deren erkennbare Einbettung in einen biografischen Kontext darstellten. Ergänzt wurde das Festival durch Fotografengespräche in den Galerien. Erstmals verteilte sich das Festival über die gesamte Stadt Wiesbaden mit 25 Ausstellungsorte. Alle Ausstellungsorte wurden leicht und bequem durch die Buslinie 1 (Kulturbus) verbunden.

 

 

Im Jahr 2009 fand die Wiesbadener Fototage unter dem Motto „inszenierte Fotografie“ vom 12. bis 27. September statt.
Das Thema der Wiesbadener Fototage 2009 war die erkennbare Inszenierung und Gestaltung von Zeit, Raum und Figur durch den Fotografen. Im Zentrum des Spiels mit dem Schaffen neuer und disparater Wirklichkeiten stand
der Mensch. Neben den Fotografengesprächen in den Galerien und Workshops im Fotostudio entwickelte sich wieder auf die Zusammenarbeit mit der Filmbühne Caligari, in dem wir unsere Reihe "Fotografie im Film" als erfolgreiche Rahmenprogrammserie der Fototage fortsetzen konnten.

 


Themenschwerpunkt der Fototage 2011 "Wagnis Fotografie"
Sich auf etwas einzulassen, etwas zu wagen, kann sehr individuell bestimmt sein. Sowohl das Wagnis, das durch den Fotografen eingegangen wird, als auch das Wagnis derer, die sich und ihre Lebenswirklichkeit offenbaren.

Ausstellungsschwerpunkte 2011: Ministerium für Wissenschaft und Kunst,
Kunsthaus Wiesbaden und der Nassauischer Kunstverein e.V.

 


Themenschwerpunkt der Fototage 2013 "Im Lauf der Zeit"
Das Phänomen Zeit ist wie kein anderes untrennbar mit der Fotografie verbunden; ja sogleich mit Abstand das Wichtigste. Wir zeigen fotografisch-künstlerische Positionen, die zum einen Prozesse einer Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen der Gesellschaft und des Menschen reflektieren, zum anderen das Medium Fotografie selbst zum Thema haben.
Mit insgesamt 62 Fotografen starteten die Fototage an 14 Ausstellungsorte!

 

 

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Die Wiesbadener Fototage wurden von Reinhard Berg, dem Begründer des Vereins Photowork e.V. initiiert. Heute gehört Frank Deubel - Konzeptarbeit für die Fototage mit zum Vorstand der Fototage.

Iris Kaczmarczyk tritt nach 13 Jahren Fototagen aus dem Organisations- und Juryteam zurück.

 

In den 8 Fotofestivals angefangen von 2002 wurden Arbeiten von insgesamt 318 Fotografen/Innen präsentiert.

 

Die Fototage sind dabei, neue Kooperationspartner zu gewinnen und haben neue spannende Themen für die nächsten Jahre im Fokus